„Niedersachsen als „völkisches Kernland“ des „Dritten Reiches“? Vortrag in der Stadtbibliothek am Jahrestag der Bücherverbrennung

Am Dienstag, 10. Mai um 19 Uhr hält Detlef Schmiechen-Ackermann aus Hannover in der Erwachsenenbibliothek im Aaltohaus einen Vortrag mit dem Titel „Niedersachsen als „völkisches Kernland“ des „Dritten Reiches“?.

Die Veranstaltung von Bibliotheksgesellschaft und Stadtbibliothek findet anlässlich des Jahrestages der Bücherverbrennung durch die Nationalsozialisten am 10. Mai 1933 statt.

Detlef Schmiechen-Ackermann ist Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Hannover und seit 2007 Sprecher des Forschungsprojektverbundes “Nationalsozialistische ‘Volksgemeinschaft’? Konstruktion, gesellschaftliche Wirkungsmacht und Erinnerung vor Ort”

Der Vortrag wird auch die Entwicklung speziell des NS-Gaues Südhannover-Braunschweig vom völkischen Vorzeigegau zum großindustriellen Experimentierfeld nachzeichnen.

Niedersachsen zum „völkischen Kernland“ des „Dritten Reiches“ zu stilisieren, war eine energisch und erfolgreich betriebene Konstruktion nationalsozialistischer Geschichtspolitik, die durchaus reale Folgen zeitigte: Goslar und Hameln wurden reichsweit zu den prominentesten Inszenierungsorten der „Blut-und-Boden“-Ideologie und das mittlere Niedersachsen insgesamt zur herausgehobenen Arena des nationalsozialistischen „Bauerndiskurses“.

Der Eintritt ist frei

Uwe Nüstedt
21. April 2011

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