Medientipp der Woche: „Briefe bewegen die Welt“ / Hellmuth Karasek

Im Netz gibt es viel Post! Aber wer schreibt heute noch Briefe auf edlem Papier? Wer liest derzeit noch selbige? Was macht einen Brief so wichtig, dass ihn die „Welt“ lesen muss? Hellmuth Karasek, bekannt aus Fernsehen und Feuilletons, hat darauf die passende Antwort: „Wenn alles aus dem Verfasser herausbricht, wenn er gar nicht anders kann, als diesen Brief zu schreiben, jetzt, an diesen einen Empfänger, der nicht da ist, aber in seinem Innersten erreicht werden soll – dann wird der Brief ein bewegender, vielleicht sogar ein weltbewegender Brief“.
Der bekannte Literaturkritiker hat in drei großformatigen Bänden mit goldfarbigem, rotem und blauem Umschlag Briefe bekannter Persönlichkeiten und ebenso berühmter Briefpartner ausgewählt zu den Themen „Liebe – Schicksal – Leidenschaft“, „Politik und Geschichte“ und „beste“ Briefe berühmter Menschen aus der „Vergangenheit und Jetztzeit“. Angereichert mit Kopien der Originalbriefe, Porträts der Briefeschreiber und vor allem Erläuterungen des Herausgebers zum Hintergrund der jeweiligen Schreibsituation. Ob nun Rainer Maria Rilke an Eva Cassirer schreibt, Sophie Scholl an Fritz Hartnagel oder Thomas Gottschalk an Marcel Reich-Ranicki, alle Briefe versetzen den heutigen Leser schnell in die jeweiligen „Umstände“, rühren ihn auf besondere Art an, stimmen oft sehr nachdenklich. Ein nachhaltiges Lese-Erlebnis und eine haptische Bücherfreude !
Stiftung Lesen und Deutsche Post haben das Buchprojekt unterstützt, die Stadtbibliothek erhielt die Bände als Geschenk.

M1215677, M1215678 und M1215679 Ekw Brie

Annette Rugen

Hellmuth Karasek: "Briefe bewegen die Welt"
Hellmuth Karasek: "Briefe bewegen die Welt"

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