Medientipp der Woche: Julia Franck „Rücken an Rücken“

Die klare Sprache der Autorin der „Mittagsfrau“schildert Situationen ohne gefühlsmäßige Wertung, erzeugt aber durch ihre Unglaublichkeit bei mir eine Intensität der eigenen Stellungnahme.

Julia Franck: "Die Mittagsfrau"
Julia Franck: "Die Mittagsfrau"

Die Nachkriegsgeschichte der in der DDR heranwachsenden Geschwister Ella und Thomas ist von den frühen Idealen des Sozialismus geprägt. Ihre Mutter ist von der Bourgeoisie geprägt, verkörpert aber die Ideale des Sozialismus. Das Ringen der Kinder um Freiheit und Selbstbestimmung ist durch den dominanten Einfluss der Mutter in dieser Gesellschaft zum Scheitern verurteilt. Für mich ist Sprache und Inhalt gleichermaßen fesselnd.

Katalog der Stadtbibliothek Wolfsburg

Petra Buntzoll

 

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