Medientipp der Woche: Hooper, Mary: Teuflische Maskerade

Mary Hooper ist eine gelernte Schaufensterdekorateurin und studierte ab 1990 Englisch an der Reading University. Hooper hat über dreißig Kinder-und Jugendbücher verfasst. Im Jahr 2001 wurde sie für ihr Jugendbuch „Megan“ mit dem North East Book Award ausgezeichnet. Sie veröffentlichte das Buch

Teuflische Maskerade“ 2010 (in der Stadtbibliothek erhältlich: Medienbarcode M1003945).

Jeder, der die ersten Bände

Im Haus des Zauberers“ und In königlichen Auftrag“ gelesen hat, wird es sicher kaum erwarten können das dritte Buch endlich lesen zu können. Doch die Geduld hat sich gelohnt.

Das 16. Jahrhundert geht zu Ende, und Lucy arbeitet nach wie vor für Dr. Dee, als Kindermädchen. Königin Elizabeth I. ist mit ihrem Gefolge nach London aufgebrochen. So plant Dr. Dee seinen Wohnsitz ebenfalls nach London zu verlegen um ganz in der Nähe der Königin sein zu können.

Einen Tag vor der Abreise findet Lucy einen kleinen Waisenjungen im Haus. Diesen hatte sie zuvor auf einer Beerdigung im Trauerzug gesehen und ist ihr nach gelaufen. Die Haushälterin, Mistress Midge, nimmt sich schließlich seiner an. Dr. Dee wird aber davon nicht in Kenntnis gesetzt.

Durch den verwahrlosten Zustand des Hauses muss es erst einmal hergerichtet werden. Sehr zur Freude von Lucy, die die Zeit, bis Anweisungen von Dr. Dee kommen, in London gut nutzen will. Ihr Interesse gilt dem Theater. Doch ist es für eine Frau nicht schicklich dorthin zu gehen. Daher verkleidet sich Lucy als Bursche und nennt sich Luke. Aber der junge Mann“ fällt auf, als er Handzettel verteilt, ehe er sich versah, springt er für einen fehlenden Schauspieler ein.

Lucy hält stets ihre Augen offen. Denn nichts wünscht sie sich mehr, als Tomas, den Narren der Königin,zu treffen. Tatsächlich kommt es bald zu einer Begegnung. In seiner Begleitung ist allerdings eine neue Hofdame. Diese kommt Lucy sofort suspekt vor. Ist Lucy wo möglich einfach nur eifersüchtig oder treibt die neue Hofdame ein falsches Spiel?

Die Autorin versteht es, romantische Situationen sehr einfühlsam zu umschreiben. Was aber auch sehr interessant ist, dass sich Lucy’s Blicke in die Zukunft weiter entwickelt haben und der Leser wie gebannt sein wird.

Auch dieses Mal gibt es im Nachwort Anmerkungen zum historischen Hintergrund der Geschichte. Das Buch ist rundum gelungen und sehr spannend, sodass man das Buch nicht aus der Hand legen kann.

Dieser Roman ist sowohl für Jugendliche als auch für Erwachsene geeignet!

Anna-Lisa Schulz, Schülerpraktikantin

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