CD-Tipp aus der Musikbibliothek: Jürgen Osterlohs „Crossing the borders“

OsterlohDie Bereitschaft, sich auf Unbekanntes einzulassen, ist immer verbunden mit einer Art Grenzüberschreitung („border-crossing“) und mit einer Erweiterung des Horizonts. Da das englische Verb „crossing“ ebenfalls so viel bedeutet wie „kreuzen“ oder „verschränken“, kann man sich keinen passenderen Titel als „Crossing the borders“ vorstellen für ein Projekt, das sich Grenzüberschreitung und -kreuzung gleich in zweierlei Hinsicht zum Programm gemacht hat.

Der Braunschweiger Bassist Jürgen Osterloh vereint nicht nur elf Musiker, deren geographische Wurzeln in Deutschland, der Türkei und in Ungarn liegen, sondern die musikalisch in so unterschiedlichen Genres wie Jazz, Klassik, Rock und türkischer Volksmusik zu Hause sind. Herausgekommen ist bei diesem Projekt eine Musik, bei der Jürgen Osterlohs „musikalische Ideen durch alle Beteiligten zu einer gemeinsamen musikalischen Welt“ verschmolzen sind.

Eine CD, die deshalb für die Musikbibliothek nicht nur eine wertvolle Bereicherung für die Tonträgersammlung „Musikszene <Wolfsburg und Region>“ ist, sondern die insbesondere in einem Jahr, in dem Wolfsburg leider Schauplatz des sog. „Tags der deutschen Zukunft“ werden mußte, ein Zeichen setzt.

Reinhören und -sehen:

Ocean blue und Oriental wind

Wir bedanken uns bei bei Géza Gál, der als Jazztrompeter bei dem Projekt „Crossing the borders“ mitgewirkt hat und uns zwei CDs für die Musikbibliothek überlassen hat. Géza Gál ist ein wichtiger Kooperationspartner bei der Veranstaltungsreihe „Kein Raum für rechtes Gedankengut„, die noch bis Ende dieses Jahres läuft.

Judith Slembeck

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