Achter Poetry Slam in der Stadtbibliothek

Der mittlerweile achte Poetry Slam in der Stadtbibliothek war am Samstag, 14. April wie immer gut besucht. Zirka 190 Leute strömten zwischen Büchern in die Wanne, um sich die spannende Dichterschlacht anzusehen.

Petra Buntzoll, Leiterin der Bibliothek, eröffnete die Veranstaltung.

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Zum Einstieg des Abends performte der Moderator Dominik Bartels selbst einen Slam zum Thema Digitalisierung. Dann erklärte er die Regeln des Wettbewerbs und verteilte die Juryzettel im Publikum.

Aidin Hamili startete den Wettbewerb mit einem Text, der aus aneinandergereihten französischen Begriffen bestand, die auch im Deutschen benutzt werden.

Bastian Meyerhofer begann mit dem Satz „Man merkt es an meiner Aussprache – ich bin arrogant.“ und erzählte gleich im Anschluss sehr lebhaft die dramatische Geschichte seines Föhns.

Thomas Hecke konnte trotz Probleme mit seinem Auto noch rechtzeitig kommen, um seinen Text über die Frage „Wer bin ich denn schon?“ im Kontext einer versehentlichen Schwangerschaft zu performen.

Bei Victoria Neubauer gab es einen Text über den Sinn des Lebens, den sie während einer besonders langweiligen Unterrichtsstunde verfasst hatte. Sie sprach über Abschiede und Neubeginne und wie für sie das Leben wie ein Zug sei.

Karsten Daniel zeigte einen autobiographischen Text, der den Titel „Ich und meine Holzenten“ trug und von seinen platonischen Beziehungen zu Frauen handelte, die er mit Holzenten verglich.

Als sechstes trat die Newcomerin Dénise Vérnum auf, die einen traurigen Text über Depression präsentierte, den sie einem Freund gewidmet hatte.

Dénise Vérnum

Dann gab es eine Pause, in der die Gäste Getränke und Snacks kauften und sich miteinander angeregt über die bisherigen Auftritte unterhielten.

Anschließend ging es gleich weiter mit einem Text namens „1987“, indem Kai-Olaf Stehrenberg mit seinem dreißig Jahre jüngeren Selbst redete und diesen über seine Zukunft aufklärte.

Als Achtes startete noch eine Newcomerin, nämlich Jaqueline Schwaneberg, die über Schlafprobleme, Herzrasen und unschöne Arztbesuche sprach.

Jan-Niklas Schildwächter performte einen humorvollen Text über seinen typischen Tagesablauf vor einem Poetry Slam, bei dem er sich selbst auf die Schippe nahm.

Danach erklärte Regina Rode, dass sie in ihren Slams Probleme aus dem Alltag verarbeitet und stellte humorvoll dar, wie ihre russischen Eltern auf ihr Beziehungsende reagierten.

Regina Rode

Als Letztes ging Piet Weber auf die Bühne und präsentierte seinen Text „Ich hasse das Internet“, in dem er erzählte, wie seine Mutter mit dem Internet umgeht und ihre Textnachrichten zum Beispiel immer mit Rolf, statt rofl endete.

Im spannenden Finale standen sich schließlich nochmal Dénise und Regina gegenüber. Beide performten sehr ernste Texte, die zum Nachdenken anregten. Bei Denise ging es um den Kampf ihrer Gefühle bei wichtigen Entscheidungen und wie sich Rebellion gegen Vernunft stellt. Regina präsentierte einen Text, den sie in Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus geschrieben hatte und begann mit einem Gedicht aus dem Buch „Gibt es noch Hoffnung?“.

Das Publikum entschied durch Applaus den Gewinner und Regina ging klar in Führung. Als Preis bekam sie eine Flasche Wein überreicht.

Die beiden Finalistinnen, und die anderen Slammer des Abends

Schlussendlich war der Poetry Slam wieder ein gelungener Abend. Die Veranstaltung wurde ermöglicht durch die Bibliotheksgesellschaft Wolfsburg.

lka

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